Stauballergie

Stauballerdie in Detail


Hausstauballergie - allgemeine Informationen
Eine Hausstauballergie stellt gegenwärtig eine der häufigsten Allergien in Deutschland dar. Nicht weniger als ein Viertel aller Allergien werden durch die Hausstaubmilbe ausgelöst. Menschen verfügen genau dann über eine Hausstauballergie, wenn sie auf die kleinen, proteinhaltigen Kotkugeln überempfindlich reagieren. Dies allein muss noch nicht unbedingt ein Problem darstellen. Die weite Verbreitung der Hausstauballergie beginnt erst – deshalb der Name der Allergie – durch die Verbindung der Kothaufen mit Hausstaub. Dieser verbreitet sich nämlich sehr leicht in der ganzen Wohnung; und mit ihm die eiweißhaltigen Mikrostoffe, die so genannten Allergene. Diese setzen sich somit in Vorhängen, Gardinen, Kleidung, Matratzen, etc. fest. Wer allergisch darauf reagiert, hat ein Problem: Das Allergen gelangt in die Atemwege und in die Augen und löst dort allergische Reaktionen aus. Somit zeigt sich, dass der Name „Hausstauballergie“ im Grunde genommen falsch gewählt ist. Der Staub ist lediglich die Trägersubstanz des Milbenkots.

Die Hausstauballergie als Jahresphänomen

Die Haustauballergie ist nicht nur eine der am weitesten verbreiteten Allergien in Deutschland. Sie ist gleichzeitig das ganze Jahr über aktiv. Denn während Pollenallergien meist nur im Frühling und Herbst wirksam sind, existieren Hausmilben das ganze Jahr über. Gibt es in einem Haushalt darüber hinaus noch Haustiere sowie Polstermöbel und Gardinen, so vermehrt sich die Zahl der Hausmilben exponentiell.

Symptome der Hausstauballergie

Die Symptome einer Hausstauballergie äußern sich bisweilen sehr unterschiedlich. Das wohl im wahrsten Sinne des Wortes „augenscheinlichste“ Symptome ist das Augenjucken. Das Jucken tritt genau dann auf, wenn die Bindehaut mit dem Staub bzw. Milbenkot in Berührung kommt. Ist dies bei Allergikern der Fall, so entzündet sich die Bindehaut. Die Folge ist, dass die Augen oftmals geschwollen und gerötet sind.
Ebenfalls ein häufig auftretendes Symptom sind Atembeschwerden bzw. auch Schnupfen. Dies ist genau dann der Fall, wenn die eiweißhaltigen Partikel, also die Allergene, in die Atemwege gelangen. Dort lösen sie dann nicht selten Niesanfälle, Husten sowie Dauerschnupfen aus. Bei sehr empfindlichen Personen kann es auch passieren, dass es zu der so genannten "Asthma bronchiale" kommt. In diesem Fall ist unbedingt notwendig, ein Arzt aufzusuchen. Unbehandelte Hausstauballergien führen nicht selten zu schweren chronischen Atemwegserkrankungen.
Wissenschaftler vermuten darüber hinaus, dass durch den Kontakt mit dem Kot der Milben andere Krankheiten hervorgerufen werden können. So scheint es als erwiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Hausstaballergien und Neurodermitis gibt.
Weitere Symptome sind Konzentrationsschwierigkeiten, Abgeschlagenheit und Müdigkeit.
Insgesamt wiesen Wissenschaftler nach, dass Symptome der Hausstauballergie insbesondere morgens und abends auftreten.

Medikamentöse Maßnahmen, um sich gegen Stauballergien zu schützen

Es besteht die Möglichkeit, sich mithilfe von Medikamenten gegen die Symptome von Stauballergien zu schützen. Ein wirkungsvolles Mittel ist Antihistamin. Dieses gibt es in allen Apotheken ohne die Vorlage eines Rezeptes.
Unter ärztlicher Betreuung kann auch eine Hypersensibilisierung durchgeführt werden. Dabei passiert Folgendes: Nach und nach wird der Körper an Allergene, also die Stoffe, auf die der Körper übermäßig reagiert, gewöhnt. Dadurch soll erreicht werden, dass sich die Beschwerden durch die Gewöhnung langsam lindern. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Allergien durch Hypersensibilisierung gelindert werden können. Auch bei Stauballergien besteht keine Garantie, dass die Maßnahme der Hypersensibilisierung Erfolg hat. In jedem Fall ist im Vorfeld ein Arzt zu kontaktieren. Dieser wird nach einer Untersuchung einschätzen können, ob eine Hypersensibilisierung sinnvoll ist, oder nicht.

Alternative Maßnahmen, um sich gegen Stauballergien zu schützen

Auch wenn viele Menschen in Deutschland unter einer Stauballergie leiden, lassen sich die Symptome in der Regel durch alternative Maßnahmen lindern. Oftmals ergibt sich ein Problem, wenn bei trockenen Witterungsverhältnissen die Räume nicht genügend gelüftet werden. Sorgen Sie deshalb insbesondere im Sommer für eine ausreichende Luftzirkulation in Ihrer Wohnung. So verhindern Sie, dass sich Milben, bzw. der Kot der Milben, in Ihrer Wohnung vermehren. Hingegen ist es wichtig, Fenster bei nassen Witterungsbedingungen geschlossen zu halten.
Auch das richtige Möbelinventar einer Wohnung kann dazu beitragen, dass sich die Auswirkungen bei einer Stauballergie lindern lassen. Auf jeden Fall sollte vermieden werden, dass schwere Gardinen vor den Fenstern hängen. Auch auf Polstergarnituren sollte bei einer Stauballergie verzichtet werden. Vorhänge und Polstermöbel bieten Milben optimale Vermehrungsgrundlagen.
Anstelle von Polstern oder Decken aus organischem Material, wie zum Beispiel Schafwolldecken oder Rosshaarmatratzen, sollte auf Schaumstoffmatratzen umgestiegen werden. In diesem Material fühlen sich Milben deutlich unwohler. Nichtsdestotrotz sollten jedoch auch Schaumstoffmatratzen regelmäßig gewechselt werden. Länger als zwei Jahre sollten Schaumstoffmatratzen nicht genutzt werden. Auch Kopfkissen aus Schaumgummi bieten sich als Alternative zu herkömmlichen Kopfkissen an. Gleiches gilt für die Betwäsche. Es empfiehlt sich bei der Bettwäsche, Leinen als Material zu verwenden. Auch hier gilt die Regel, dass eine zu lange Benutzung der Bettwäsche vermieden werden sollte. Auf eine gute Durchlüftung ist ebenfalls zu achten.
Sollten Kinder die typischen Symptome einer Stauballergie aufweisen, ist es sinnvoll, beispielsweise deren Stofftiere in regelmäßigen Abständen zu waschen. Hilfreich ist es ebenfalls, die Stofftiere bisweilen in einer Tiefkühlkiste aufzubewahren. Damit wird sicher gestellt, dass die eingenisteten Milben in den Kuscheltieren absterben. Es versteht sich von selbst, dass auch Bettwäsche, Kleidung, etc. regelmäßig gewaschen werden sollte.

 


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